11 Linden-Platz

Der 11 Lindenplatz im Jahre 2016

Historisches über den 11 Lindenplatz.

 

Nur wenige Hinweise sind über den Ursprung des Platzes bekannt. Auch bei einer Archivsuche konnten keinerlei Hinweise gefunden werden.

Gepflanzt wurden die Linden angeblich im Jahre 1879 von einem "Jerche Grußer" aus Bobenhausen, der in der Hoherodskopfstrasse 7 gewohnt hat.

 

Der Grund für die Pflanzung könnte der Deutsch-Französiche Krieg 1870-1871 gewesen sein, der mit dem Friedensvertrag zu Verailles am 28. Februar 1871 beendet wurde.

Überall in Deutschland wurden aus diesem Anlass sogenannte Friedensbäume gepflanzt. Diese wurden vielerorts auch, im Gedenken an die Schlacht bei Sedan (1.-2. September 1870), "Sedan-Eiche" oder auch "Sedan-Linde" genannt.

 

Auch in Bobenhausen wurde 1920 vom Kriegerverein die Heute noch auf dem Burgloh stehende "Sedanslinde" gepflanzt. Näheres über die Linde mit Foto auf der Seite "Der Burgloh".

 

Der folgende Artikel von 1872 geht näher auf den Sachverhalt ein:

 

"Besondere Beilage zum Deutschen Reichs Anzeiger und Königlich Preußischen Staats Anzeiger. NR. 8 vom 24. Februar 1872"

Kaiser und Friedensbäume in Deutschland.  

 

Am 26. Februar 1871 wurden zu Versailles die Friedensräliminarien unterzeichnet. Im Hinblick auf die bevorehende Wiederkehr dieses Tages wollen wir hier auf eine alte deutsche Sitte hinweisen, die im verflossenen Jahre wieder erneuert worden ist.

 

Bald nach dem Friedensschlusse trat in vielen deutschen Ortschaften der sinnige Brauch wieder in das Leben das Andenken an die ruhmreichen Thaten des letzten Krieges und die Wiederherstellung des Deutschen Reichs durch Pflanzung von Gedenkbäumen für die Nachwelt zu erhalten.

Es erhoben sich überall im Deutschen Reiche solche Bäume meistens Eichen, hin und wieder auch Linden oder auch in Verbindung mit Eichen selbst Fichten. Mit Bezug auf die Bedeutung der Hauptereignisse die den Abschluß des Krieges bezeichnen, pflanzte man am Friedensfeste Friedenseichen, Friedenslinden oder Kaisereichen, Denkeichen, Siegeseichen, Reichseichen.

Der schwere Sturm am 12.6.2014

 

Die Gewitterfront des Tiefdruckgebiets Ela, in den Medien auch als Pfingstmontag-Unwetter bezeichnet, überzog am 9. und 10. Juni 2014 vor allem Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen mit Unwettern.

Der schwere Sturm an diesem Tag setzte auch den 11 Linden schwer zu. 3 Baüme waren nicht mehr zu retten und sollten darufhin ersetzt werden.

Da aber eine beschädigte Linde nach Bürgerprotesten erhalten werden konnte, die 3 neuen Linden jedoch schon bestellt waren, wurden diese auch gepflanzt.

   

Seitdem stehen nun 12 Linden auf dem 11 Lindenplatz!

Bericht über die Lindenpflanzung aus der Alsfelder Allgemeinen Zeitung" vom 18.11.2014

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© Werner Roth