Die Geschichte von Bobenhausen II

Die folgende Beschreibung soll Ihnen einen ersten Überblick über unsere Heimatgemeinde Bobenhausen verschaffen.

Weitere Informationen finden Sie in den einzelnen Unterabteilungen der Menüsteuerung.

 

Foto Wikimedia Commons - Montage W. Roth

              Bobenhausen II - das Wichtigste im Überblick

 

Bobenhausen II ist ein Ortsteil der Stadt Ulrichstein im Vogelsbergkreis, die höchstgelegene Stadt in Hessen.

 

Der Ortsname

1294: babenhusen          1337: Babenhusen           1342: Babenhusin 
1344: Babinhusin           1374: Babinhusin            1391: Babinhuse
1394: Babinhuß             1396: babinhuß             1398: Babinhusen
1398: Babinhusin           1405: Babinhuse            1492: Babenhusen
1492: Bobenhusen          1500: Bobenhausen         1519: Babinhusen
1527: Bobenhusen          1585: Bobenhaüsen         1592: Bobenhausenn

 

Lage

Der Ortsteil liegt ca. 4 km westlich des Kernorts Ulrichstein am Lauf des Gilgbach. Mit dem Kernort verbindet ihn die L 3073.

 

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 13. Dezember 1294. Die Urkunde bezeugt eine Schenkung der Einkünfte aus den Gütern Bobenhausens von Gertrudis von Linden an das Kloster Arnsburg.

 

Grafschaft Isenburg

Die Burg Ulrichstein, die Gerichte Bobenhausen und Felda sowie das Gericht Schotten sind ursprünglich im Besitz der Grafschaft Isenburg zu Büdingen. Obwohl das Gebiet in den Besitz der Landgrafschaft Hessen kam, blieben die Grafen von Isenburg im Besitz des Zehnten des Gerichts Bobenhausen und des Kirchensatzes Bobenhausen. Nachweislich wurde die Grünberger Familie von Sassen seit 1353 mit dem Zehnten des Gerichts Bobenhausen belehnt.

 

Gericht Bobenhausen

Volpracht von „Sassin“ und seine Frau Bechte, bekennen am 15. Juli 1364, dass sie ihren Teil des Zehnten zu „Babenhusen, zu abern Sifeharterode (Ober-Seibertenrod), zu Langenwaßere, zu Feltkrucken (Feldkrücken), zu Kulzenhan (Kölzenhain), czu Lynscheit, zu Albinshan, zu Wanefelde (Wohnfeld), czu Selinrodrode, czu Heckirstorf (Höckersdorf), czu Pedirshan, czu Falkenandischan und zu Selginstad verkauft haben. Käufer sind „Clase von Sassen,“ Schöffe zu „Grunenberg,“ dessen Frau Hildeburg, deren Töchter und Söhne, die dafür 150 „phunt heller“ zahlen. Volpracht und Clase von Sassen sind Brüder. Zeuge ist u.a. Johann von Kestrich, Schöffe in Grünberg.

 

Kirchengeschichte

 

Evangel. Kirche, St. Gangolf

Der Turm der evangelischen Kirche St. Gangolf wird um das Jahr 1000 datiert.

Als Pfarrer in Bobenhausen wirkten bis zur Reformation:

  • Henricus Camerius bis 1335
  • Nicolaus de Sassen
  • Eckartius Hortlip, 1401
  • Johannes Ryche, 1460
  • Johannes de Sassen, seit 1460
  • Henricus Pistor, alias Cratz 1485
  • Henricus Bonecker
  • Johannes Goldensthoeffe, 1490
  • Johannes Luchter, 1507[2]

 

Kreiszugehörigkeiten

  • Am 28. Dezember 1838 wurde die Gemeinde Bobenhausen II aus dem Kreis Nidda aus- und in den Kreis Grünberg eingegliedert.
  • Am 12. Mai 1852 wurde der Kreis Schotten neugebildet und Bobenhausen II einbezogen.
  • Am 1. Dezember 1938 wurde der Kreis Schotten aufgelöst. Bobenhausen II gehörte seitdem zum Landkreis Alsfeld.
  • Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1971 in die Stadt Ulrichstein eingemeindet.

 

 

Söhne und Töchter Bobenhausens

 

Literatur

  • Hans Heinrich Zimmermann: Bobenhausen. Selbstverlag, Ulrichstein-Bobenhausen II 1995.
  • Christoph Friedrich Ayermanns diplomatische Nachricht von der Kirche zu Bobenhausen in Hessen. in: Johann Friedrich Conrad Retter, Hessische Nachrichten, darinnen allerhand zur Historie und Litteratur von Hessen und der Nachbahrschafft gehörige Anmerckungen, Urkunden und Untersuchungen. Erste Sammlung. Franckfurt am Mayn 1738, p. 1-33.

 

Weblinks

 

Quelle Wikipedia

 

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© Werner Roth