Vereinsgeschichte der „SV Germania Bobenhausen“ 1923

1923 - Die erste Fußballmannschaft des SV Germania Bobenhausen

 

 

Bereits Anfang der 20er Jahre brachte der Lehrer Arras den Schülern in der Turnstunde die ersten Begriffe im Fußballspielen bei.

Einige dieser Schüler gründeten 1923, in der Gaststätte „Bär“, unter Lehrer Rötter den heutigen SV Germania Bobenhausen.

Gaststätte "Bär", hier wurde der Verein 1923 gegründet

Die  Teilnehmer an dieser Gründungsversammlung waren:

Karl Bär, Fritz Döring, Karl Deubel, Karl Frank, Karl Höll, Heinrich Keil, Willi Kraft, Ludwig Möser, August Reichold, Wilhelm Roth, August Schmidt, Wilhelm Schneidmüller, Karl Stein, Heinrich Wingefeld und Karl Wingefeld.

Bei der Bevölkerung wurden die Gründer des Vereines als „Narren“ bezeichnet und auch beschimpft, denn es fehlte durchaus an Verständnis für dieses, bis dahin ja vollkommen unbekannte Spiel.

Einen nun noch fehlenden Fußballplatz fand man „unter den Linden auf dem Loh“. Lehrer Rötter brachte es damals fertig, einen Betrag von 400.- RM (Reichsmark) vom Amt für Leibesübungen und einen entsprechenden Zuschuss von der Gemeinde zu bekommen.

Mit diesen Beträgen ging man, mit Schippe und Hacke bewaffnet, an die Arbeit und machte das Gelände „auf dem Loh“ einigermaßen  bespielbar.

Nun konnte man, da jetzt Spieler und ein Platz vorhanden waren, endlich loslegen. Große Schwierigkeiten bereitete damals allerdings die Beschaffung von Trikots und Fußballschuhen. Die Schuhe wurden beim „Jakob Katz“ gekauft und mit wöchentlichen Ratenzahlungen von 1,00 RM abgestottert.

Die sportlichen Erfolge blieben nicht aus und es wurden viele Urkunden und Pokale gewonnen. Bald waren Bobenhäuser und der junge SV Germania unter dem Namen „Vogelsberger Pokalräuber“ in aller Munde.

Die nächstliegenden Gegner aus dieser Zeit waren: Ulrichstein, Laubach, Grünberg, Schweinsberg, Hopfgarten, Nieder-Ohmen usw. Zu den Auswärtsspielen fuhr man mit Fahrrädern (ohne Gangschaltung) oder mit zur Verfügung gestellten Pferdegespannen mit Leiterwagen.

 

1928 verließ Lehrer Rötter die Gemeinde und auch den SV Germania. Das Geschick des Vereines übernahm August Schmidt, der damals noch gleichzeitig als 1. Vorsitzender, Kassierer, Schriftführer und Rechner fungieren musste.

 

1929 konnte man schon das erste Sportfest des SV Germania auf dem Loh „unter den Linden“ abhalten.

 

Es fand ein Fußballturnier verbunden mit leichtathletischen Wettkämpfen statt.

 

Dieses Fest war ein sportlicher und finanzieller Erfolg, denn man konnte einen Überschuss von 300,00 Reichsmark verbuchen.

Die politischen Ereignisse der 30er Jahre schränkte den Spiel- und Sportbetrieb wesentlich ein.  Nach Ausbruch des Krieges 1939 kam der Spielbetrieb vollkommen zum erliegen. Der nun ausgebrochene 2. Weltkrieg riss große Lücken in die Reihen des SV.

1946, am 31. Mai, fanden sich die Mitglieder Georg Roth, Karl Geiß, Heinrich Horst, August Hassauer, Theo Rönninger, Rudi Zöckler und Dr. Becker zusammen.

Sie nahmen die Vereinstätigkeit unter dem Namen „Spielgemeinschaft Bobenhausen“ wieder auf.

Man wählte den damals hier ansässigen Arzt Dr. Bruno Becker als 1. Vorsitzenden, Karl Geiß zum Schriftführer und Georg Roth als Rechner.

Der Spielbetrieb wurde wieder aufgenommen und es fanden wieder regelmäßig Versammlungen der Mitglieder statt.

Auch wurde der SV Germania in diesem Jahr 1946 Mitglied des Hessischen Fußballverbandes.

 

1948 am 6. März, hatte man bereits 74 Mitglieder.

An die Gemeinde wurde ein Antrag auf Ausweisung eines neuen Sportplatzes gestellt.

Der 1. Vorsitzende Dr. Becker teilte mit, dass die „Spielgemeinschaft Bobenhausen“ ab sofort wieder ihren alten Namen „SV Germania“ führen durfte. Das Wort „Germania“ war von der amerikanischen Militärregierung bis dahin verboten worden.

Wegen der Währungsreform 1948 schieden 26 Mitglieder freiwillig aus, obwohl man den Beitrag von 3,00 Reichsmark auf 1,50 Deutsche Mark gesenkt hatte.

 

1949, in der am 23. Januar stattgefundenen Generalversammlung wurde beschlossen, dem Verein eine Tischtennisabteilung anzugliedern und dem Kreis wurde eine Jugendmannschaft gemeldet.

Der 1. Vorsitzende Dr. Becker war zwischenzeitlich nach Laubach verzogen. Der 2. Vorsitzende Karl Deubel übernahm die Leitung des Vereines. Der Verein hatte jetzt schon wieder 55 Mitglieder und der Jahresbeitrag betrug 2,00 DM.

Die aktiven Spieler hatten sich bis in die 1. Kreisklasse Alsfeld empor gespielt.

 

1950, in der Generalversammlung am 27. Mai in der Gaststätte Wenzel wählte man August Schmidt zum 1. Vorsitzenden und Heinrich Horst wurde mit der Neuorganisation des Spielbetriebes beauftragt.

 

1951 stellte Karl Geiß, der Schriftführer und Rechner zugleich war, sein Amt zur Verfügung. Als neuen Rechner wählte man Heinrich Wingefeld VII. und als Schriftführer Heinrich Horst.

 

1952, am 19. Januar, setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender Heinrich Horst, 2. Vorsitzender August Schmidt, Rechnungsführer Josef Stasch und Schriftführer Lehrer Schmidt.

 

1953 wurde der Vorstand wieder umgestaltet, Karl Geiß übernahm wieder das Amt des Rechners und Philipp Jaspert wurde als Schriftführer gewählt.

Vom 1. – 3. August fand das erste große Fest des SV statt, das 30 jährige Bestehen.

Ein großer Festzug zog durch Bobenhausen und auf das Festgelände „auf dem Loh“.

Dort konnte man die Ehrengäste Landrat Dr. Mildner, Lehrer Rötter und Bürgermeister Kraft begrüßen. Wegen ihrer Verdienste um den Verein, wurden Karl Deubel, August Schmidt und Heinrich Wingefeld VII. zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Das Fest war ein großer Erfolg und dadurch angeregt, hielt man

1954 im Gemeindesaal einen Maskenball ab und organisierte im September die Kirmes. Dies wurde auch lange Zeit so eingehalten.

Inzwischen hatte das Amt des Schriftführers Udo Krause und das des 1. Vorsitzenden August Schmidt übernommen.

 

Planierraupe der US-Army

1957 fand, in Verbindung mit dem Männergesangverein und der Freiwilligen Feuerwehr, erfolgreich ein großer Familienabend statt.

Fußball wurde immer noch „auf dem Loh“ gespielt und die Fertigstellung eines neuen Sportplatzes lag in weiter Ferne.

Eine Hilfsaktion der Amerikaner, den Platz mit Planierraupe und Bulldozer zu planieren, konnte die Platzsituation auch nicht wesentlich verbessern. Der Vogelsberger Basalt erwies sich stärker als die eingesetzten Maschinen der Amerikaner.

 

 

Die Aktiven erreichten langsam wieder das frühere Spielniveau, es wurden neue Trikots angeschafft und der Trainingsbetrieb fand wieder im Gemeindesaal statt.

 

Inzwischen zählte man 76 Mitglieder und konnte sich über die sportlichen und finanziellen Erfolge nicht beklagen.

 

1959 meldete man die erste Jugendmannschaft, die in ihrer ersten Spielperiode gleich einen beachtlichen 3. Platz belegen konnte.

 

1960 wurde im Zuge der Flurbereinigung endlich ein neuer Sportplatz „in den Helgenwiesen“, unweit des Gemeindesaales, ausgewiesen.

 

1963 legte der langjährige Vereinsrechner Karl Geiß sein Amt nieder. Sein Nachfolger war Ewald Mahr. Als Schriftführer fungierte weiter Udo Krause und als 1. Vorsitzender August Schmidt.

Die Arbeiten am neuen Sportplatz machten gute Fortschritte.

Das anstehende 40jährige Bestehen des Vereines in diesem Jahre, wollte man mit der Einweihung des neuen Platzes verbinden.

Der Kostenvoranschlag für den Platz belief sich, einschließlich der Eigenleistungen, auf 17.000 DM. Die Gemeinde schoss 2.000 DM zu, 1.700 DM kamen vom Kreis Alsfeld und 7.500 DM stellte der Hessische Fußballverband zur Verfügung. Der Rest wurde aus Spenden und Eigenleistungen erbracht.

Von einigen Mitgliedern wurden kostenlos Traktoren und Wagen und von Mitglied Philipp Jasper  Planierraupe, Bagger und LKW bereitgestellt. Es wurden etwa 700 cbm Erde aufgefüllt, bewegt und planiert. Gleichzeitig wurde die Spielfläche mit einem Rohrgeländer umgeben, das in den Vereinsfarben blau-weiß von 15 Schülern gestrichen wurde.

Am 3. August, wurde der Platz im Rahmen der 40 Jahrfeier des SV seiner Bestimmung übergeben. Der Gemeindesaal, der zwischenzeitlich renoviert wurde, konnte von Bürgermeister Willi Kraft ebenfalls am gleichen Tage als Sport- und Kulturhalle eingeweiht werden.

 

1964, in der Generalversammlung am 4. Januar stellte der Vorsitzende August Schmidt sein Amt zur Verfügung. Neuer 1. Vorsitzender wurde der schon 10 Jahre als Schriftführer tätige Udo Krause.

Ewald Mahr war Vereinsrechner geblieben und Karl-Heinz Hamann wurde Schriftführer. Spielausschussvorsitzender wurde Friedrich Wingefeld und Trainer wurde Friedolf Steinbach.

 

1965, am 13.6.

Die 1. Mannschaft konnte in Spielen gegen Groß-Eichen, Sellnrod und Ulrichstein, den Vogelsberg-Wanderpokal gewinnen.

Zwischenzeitlich hatte man auf dem Sportplatz zwei Flutlichtlampen installiert. Das Training konnte nun abends unter Flutlicht stattfinden.

In den nun folgenden Jahren stieg die Mitgliederzahl rapide an. Auch führte man die Familienabende zusammen mit Gesangverein und Freiwilliger Feuerwehr wieder ein. Sie erfreuten sich einer großen Beliebtheit.

Erna Rahn und Ursula Fassbach trugen wesentlich zum Gelingen der Abende bei.

Zur Unterstützung des Vorstandes wurde in diesem Jahr auch ein Ältestenrat gewählt.

 

1968 übernahm Karl-Heinz Hamann das Amt des 1. Vorsitzenden, nachdem Udo Krause dieses niedergelegt hatte. Schriftführer wurde Wolfgang Pabst und Jugendleiter wurde nach Josef Stasch Heini Hofmann.

 

1969 wurde eine Gymnastikabteilung dem Verein angeschlossen zu deren Abteilungsleiterin Irmgard Hofmann gewählt wurde. Als Übungsleiterin stellte sich Frau Schuhmacher aus Ulrichstein kostenlos als Übungsleiterin zur Verfügung. Dieses Amt führte sie bis 1981 aus.

 

1972 entdeckten einige Mädchen ihr Talent zum Fußballspielen. Daraufhin wurde eine Damenfußballmannschaft gegründet.

 

Ihr Trainer wurde Heini Hofmann der zur gleichen Zeit auch die 1. Mannschaft trainierte.

 

Die Jugend- und Schülermannschaft wurde von Siegfried Spangehl betreut.

 

Im November 1972 verstarb plötzlich im Alter von nur 38 Jahren der langjährige Vereinswirt Werner Bär.

 

Im Jubiläumsjahr 1973

Mannschaften, Abteilungen und Vorstand im Jubiläumsjahr

1978, am 5. Mai, bekam man die Zusage vom Land Hessen über einen Zuschuss von 25.000 DM für den Bau des Sportheimes.Die Zusagen vom Kreis, hessischer Fussballverband und Stadt lagen schon vor.

Im Herbst 1978 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

 

1980, am 23. August, hatte der Neubau endlich sein Dach bekommen.

 

1981 legte Heinrich Hofmann sein Amt als Fußball-Abteilungsleiter nieder, sein Nachfolger wurde Gerd Momberger.

 

1983 Die Vorstandswahlen brachten wieder Neuerungen. Christel Kraft stellte nach 10jähriger Tätigkeit ihr Amt als Schriftführerin zur Verfügung.

Frau Marion Pabst wurde gewählt. Für den scheidenden Jugendleiter Arno Stasch wurde Bernd Hofmann gewählt.


Bei der Vorstandssitzung am 25. Februar 1983 wurde über den Ausgleich der Finanzierung
für das Sportheim beraten. Es mußte ein Betrag von 30.000,- DM bei einem Geldinstitut
aufgenommen werden, dafür war eine Grundschuld oder eine Bürgschaft des Vorstandes
erforderlich. Nach längerer Beratung erklärte sich der Vorstand zur Bürgschaft bereit.
Außerdem soll im Ort eine Sammlung für das Sportheim durchgeführt werden.


Am Sportheim wurde fieberhaft gearbeitet, damit dieses zum 60jährigen Jubiläum in Betrieb
genommen werden kann.
Am 30. Juli 1983 wird das 60jährige Jubiläum mit einem Festkommers in der Mehrzweckhalle
begangen. Vorher legte man am Ehrenmal einen Kranz nieder.

 

Am Jubiläumsabend wirkten mit: MGV Bobenhausen, die Kapelle Weiße Möve und die Gymnastikgruppe des SV Germania.

 

Bezirksfußballwart Armin Keller überbrachte die Ehrungen des Hessischen Fußballverbandes
und konnte Gerd Momberger mit dem Ehrenbrief, Friedhelm Wingefeld und Heinrich
Hofmann mit der Ehrennadel in Bronze, Ewald Mahr und Josef Stasch mit der großen Verbandsehrennadel ehren.
Karl Heinz Hamann erhielt die Verdienstnadel des Landessportbundes durch den Sportkreisvorsitzenden Karl Hisserich.
Irmgard Hofmann und Christel Kraft bekamen die Ehrenurkunde des Turngaues Mittelhessen.
Viele Glückwünsche und Geschenke wurden von den Gastvereinen überbracht, verdiente
Mitglieder erhielten Vereinsehrungen.

 

1984, am 31. Mai, konnte das neue Sportheim nach fast 6jähriger Bauzeit festlich eingeweiht werden. Architekt und Planer war Dieter Kraft, er überreichte symbolisch den Sportheimschlüssel an den 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Hamann. Herr Kraft hat Planung und Bauaufsicht unentgeldlich ausgeführt.

Der Männergesangverein umrahmte die Einweihungsfeier mit einigen Chören, auch der Posaunenchor gestaltet die Feier mit.

Von freiwilligen Helfern sind über 6.000 Arbeitsstunden am Sportheim geleistet worden. Vom Verein wurden die Helfer geehrt, die über 100 Arbeitsstunden geleistet haben, sie erhielten einen Erinnerungsteller.

 

1986, am 4. Januar, bei der Jahreshauptversammlung stellte Gerd Momberger sein Amt zur
Verfügung. Neuer Abteilungsleiter wurde Arno Stasch.

Auch Irmgard Hofmann legt nach 16jähriger Tätigkeit ihr Amt nieder, neu gewählt wurde Petra Mattern.

 

1987 wurde wieder eine Damenmannschaft gegründet, die ihre Punktspiele im Sportkreis
Lauterbach austrägt. Betreuer und Trainer sind Uwe Brandt und Karl Wingefeld.

 

1988 wurde eine Senioren-Gymnastikgruppe gegründet und der Gymnastik-Abteilung
angeschlossen. Übungsleiterin war Heidi Forgel.

 

1989, am 7. Januar legt Bernd Hofmann sein Amt nieder, Lars Hamann wird neuer Jugendleiter,
Reiner Schulmeyer wird Fußball-Abteilungsleiter und Elke Rahn Gymnastik-Abteilungsleiterin.

Das 20jährige Bestehen der Gymnastikabteilung wurde vom 24.-27. Mai 1989 im Festzelt
auf dem Gelände der Firma Schulmeyer festlich begangen. Es fanden zwei Disco-Veranstaltungen statt und am 27. Mai eine Gymnastikschau, zu der zahlreiche Gruppen erschienen waren. Am Jubiläumsabend erhielten vom Vorsitzenden des Turngaues Mittelhessen Rolf Dieter Beinhoff, Elke Rahn, Petra Mattern, Marion Pabst und Heidi Forgel den Gau-Ehrenbrief.

 

Am 27.Mai 1989 wird eine Tischtennisabteilung gegründet.

 

1990, am 5. Februar. trat Friedhelm Wingefeld als 2. Vorsitzender zurück. Manfred Steinhausen wurde kommissarisch bis zur Neuwahl zum 2. Vorsitzenden bestimmt.
Zum ersten Mal in der Geschichte des SV Bobenhausen fand in den Räumen der Mehrzweckhalle am 17. März 1990 ein Kreisfußballtag statt.

 

1991, im April, wurde eine Alte Herren-Mannschaft gegründet, verantwortlich sind Manfred
Steinhausen und Gerd Momberger.

 

1992, am 18. Januar, wurde in der Jahreshauptversammlung Rolf Schulmeyer zum

2. Vorsitzenden gewählt, Jugendleiter wurde Arno Stasch.


Mit Beginn der Runde 1992/93 mußte die Damen-Mannschaft leider abgemeldet werden,
da nicht mehr ausreichend Spielerinnen zur Verfügung standen. Größter Erfolg der
Damen-Mannschaft war 1992 der Kreispokalsieg im Sportkreis Lauterbach.


Die erste Senioren-Mannschaft spielt im Spieljahr 1992/93 in der neu gestalteten A-Liga
des Sportkreises Alsfeld und belegte einen 3. Tabellenplatz.

 

Nächste Aufgabe des Vereins ist der Bau einer Flutlichtanlage, mit der bald begonnen werden soll. Auch steht 1994 die 25-Jahrfeier der Gymnastik-Abteilung an.

 

1993, am 16. Januar,legte Gymnastikabteilungsleiterin Elke Rahn ihr Amt nieder. Nachfolgerin  wurde Simone Hamann.
Das 70jährige Jubiläum wurde am 10. Juli 1993 festlich mit einem Kommersabend in der
Mehrzweckhalle begangen. Als Ehrengäste waren erschienen Landrat Lipphardt, Bürgermeister Horst und Ortsvorsteher Helmut Geiß. Im Verlaufe des Abends erhielten ehrenamtlich tätige Mitglieder Ehrungen durch den HFV, den Ehrenbrief Bernd Hofmann, die Ehrennadel in Bronze Ernst Hofmann, Arno Stasch und Friedolf Steinbach, die große Verbandsehrennadel Heinrich Hofmann.
Glückwünsche und Geschenke überbrachten Landrat Lipphardt, Bürgermeister Horst,
Ortsvorsteher Geiß, für den verhinderten Kreisfußballwart Welker Herr Kunz, Sportkreisvorsitzender Hisserich, sowie einige Nachbarvereine.
Auch wurden an diesem Abend langjährige Mitglieder mit Vereinsehrungen bedacht.

 

Anläßlich des Jubiläums fand auch eine Sportwoche vom 27. Juli bis 1. August 1993 statt.
 

Am 24. September 1993 konnte mit dem Bau der Flutlichtanlage begonnen werden, da zu
diesem Zeitpunkt alle Zusagen für die Fördermittel vorlagen. Es wurden aber in diesem
Herbst nur die Erdkabel verlegt, mit dem Weiterbau wurde bis im Frühjahr 1994 gewartet.

 

1994, am 25. August, konnte die Flutlichtanlage fertiggestellt werden. Es wurden 467 Arbeitsstunden von verschiedenen Mitgliedern geleistet. Ein Dank dem Land Hessen, dem Vogelsbergkreis, dem HFV und der Stadt Ulrichstein für die bewilligten Zuschüsse.

Am 26. August 1994 konnte das 25jährige Jubiläum der Gymnastik-Abteilung in der Mehrzweckhalle mit einer Feierstunde und einer Gymnastikschau gefeiert werden. Es waren 15 Gymnastik-Gruppen erschienen. Viele Gymnastik-Damen erhielten Auszeichnungen für
25jährige Mitgliedschaft. Die langjährige Übungsleiterin Anette Appel erhielt an diesem
Abend den Ehrenbrief des Turngaues Mittelhessen aus der Hand von Oberturnwart Kurt
Gröger.
Nach Beendigung der Runde 1994/95 stand die 1. Mannschaft unter Trainer Karl-Heinz
Demper auf Platz 2 punktgleich mit dem Tabellenersten. Das Entscheidungsspiel in Nieder-
Gemünden gegen Ohmes/Ruhlkirchen wurde 2;0 verloren. Man mußte nun in der
Relegationsrunde spielen, aber gegen die Mannschaften aus dem Sportkreis Gießen hatte man keine Chance und der Aufstieg in die Bezirksliga Gießen/Alsfeld wurde somit verpaßt.

 

1995, am 14. Januar, wurde bei der Jahreshauptversammlung der gesamte Vorstand wieder gewählt.

 

1996/97, nach Beendigung der Runde mußte die Mannschaft leider aus der A-Liga absteigen.

 

1997, am 22. Mai, tritt in der Vorstandssitzung der 2. Vorsitzende Rolf Schulmeyer mit sofortiger Wirkung zurück. Reiner Schulmeyer wird kommissarisch bis zur Neuwahl eingesetzt und ebenfalls als Fußball-Abteilungsleiter Manfred Steinhausen.

Für das neue Spieljahr 1997/98 wurde wegen Spielermangel eine Spielgemeinschaft angestrebt.
Dieses Vorhaben ist aus welchen Gründen auch immer gescheitert, so daß der Verein
selbstständig geblieben ist.

 

1998, am 17. Januar, wurde bei den Vorstandswahlen neu in den geschäftsführenden Vorstand gewählt: 2. Vorsitzender Reiner Schulmeyer, Fußball-Abteilungsleiter Manfred Steinhausen, Jugendleiter Oliver Funk und Schriftführerin Martina Wingefeld.
Der Verein zählt im Jubiläumsjahr 292 Mitglieder.

Bei der Jugend wird eine Spielgemeinschaft mit den Vereinen Groß-
Eichen/Sellnrod/Bobenhausen unterhalten. In der Jugendspielgemeinschaft spielen folgende Mannschaften:
1 A-Jugend, 1 B-Jugend, 1 C-Jugend, 1 D-Jugend, 1 E-Jugend, 1 F-Jugend.
Im Seniorenbereich eine 1. Mannschaft, eine 2. Mannschaft, eine AH-Mannschaft.
Weiterhin sind dem Verein zwei Gymnastikgruppen angeschlossen.

 

Der Vorstand setzt sich im Jubiläumsjahr wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Karl-Heinz Hamann
2. Vorsitzender Reiner Schulmeyer
Rechner Ewald Mahr
Schriftführerin Martina Wingefeld
Jugendleiter Oliver Funk
Fußball-Abteilungsleiter Manfred Steinhausen
Gymnastik-Abteilungsleiterin Simone Hofmann
Beisitzer: Uwe Brandt, Marion Dettmann, Arno Stasch, Friedholf Steinbach,
Karl Wingefeld.

 

Vorsitzende des Vereins
1. Lehrer Rötter 1923-1928
2. August Schmidt 1929-1939
3. Dr. Bruno Becker 1946-1949
4. August Schmidt 1950-1952
5. Heinrich Horst 1953-1954
6. August Schmidt 1955-1963
7. Udo Krause 1964-1967
8. Karl Heinz Hamann ab 1968

Ehrenmitglieder:
Heinz Faßbach, Heinrich Horst, Helmut Geiß, Karl Gieß, Karl Jung, Richard Köhler, Udo
Krause, Georg Rahn, Willi Rahn, Alfred Reichhold, Horst Schreyer, Friedolf Steinbach,
Ernst Tamm, Walter Unger, Heinrich Wingefeld, Richard Wingefeld.

Verstorbene Ehrenmiglieder: Ehrenvorsitzender August Schmidt, Karl Deubel, August Haussauer.
Gründungsmitglied: Heinrich Wingefeld

 

Festdamen: Sabrina Hamann, Kathrin Rahn, Ivonne Steinhausen, Daniela Wingefeld.
 

Schirmherr: Hans-Ulrich Lipphardt
 

Ehrengäste: Bürgermeister Enwin Horst, 1. Stadtrat Erhard Eifert, Stadtverordnetenvorsteher Erwin Gerhard, Stellvertretender Ortsvorsteher Herbert Möser, Pfarrer Hans-Jürgen Ramelow, Dr. Rosenbeiger, Kreisfußballwart Dieter Welker, Sportkreisvorsitzender Günther Krämer, Verbandsfußballwart Armin Keller, Dr. Kliem, Dr. Drothler, Irmgard Hofmann, Heinrich Hofmann, Christel Kraft, Rolf Schulmeyer, Friedhelm Wingefeld, Heinrich Horst, Udo Krause, Friedolf Steinbach, Heinrich Wingefeld.
 

Festausschuß: Manfred Forgel, Werner Funk, Erich Haas, Hartmut Hochhelm, Jörg Hofmann, Werner Holz, Thomas Kottmann, Armin Kraft, Gerd Momberger, Wolfgang Pabst, Horst Radmacher, Albert Rahn, Thomas Schlffzyk.
 

Bericht wird fortgesetzt - ich freue mich über jedes mir zum copieren zur Verfügung gestelltes Foto aus dem Vereinsgeschehen der SV Germania

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© Werner Roth